… portraitiert Menschen aus Leipzig.
Es werden Leute in den verschiedenen Stadtvierteln interviewt und dazu Bildserien erstellt. Viertelrausch ist das ehrenamtliche Projekt von Effektrausch – einem Büro für Employer Branding und Storytelling.

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Lindenau Plagwitz

Falk

Vom Rainbow-Künstlerkollektiv

Falk | Grafikdesigner im Rainbow Künstlerkollektiv | 28 Jahre | aus Zwickau | wohnt in Leutzsch

Was macht Leutzsch aus?

Ich wohne seit drei Wochen hier. Ich habe vorher zweieinhalb Jahre in Lindenau gewohnt und bin hier hergezogen, weil es einfach günstiger ist. Ich wollte eine Dreiraumwohnung und das auch in einer gewissen Größe und das konnte ich mir nur hier leisten. Was dann Leutzsch direkt ausmacht, kann ich noch gar nicht so richtig sagen.

Lindenau ist ja auch gar nicht weit entfernt von Leutzsch. Was ist denn dort Dein Lieblingsort?

Eigentlich der Wald. Und das ist dann auch schon eine Sache, die zu Leutzsch gehört, weil ich zwei, drei Mal die Woche rennen gehe und dann freue ich mich, wenn ich hier durch die Schrebergärten laufe. Dann ist man von hier schon in zehn Minuten im Wald und kann bis zum Auensee rennen.

Du bist spezialisiert auf die Gestaltung von Postern für Bands und Veranstaltungen. Beeinflusst Dich die Stadt Leipzig als Grafikdesigner?

Die Stadt beeinflusst mich in dem Sinne, dass ich die Plakate nicht allein mache. Ich bin Mitglied eines Künstlerkollektivs. Das heißt Rainbow und wir sind zu dritt hier in Leipzig. Deshalb beeinflusst mich die Stadt schon sehr stark, aber eher aufgrund der Personen, die hier leben und mit denen ich gemeinsam arbeite.

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24h Leipzig – Was sollte sich jemand anschauen, der noch nie hier war?

Ich war noch nie im Institut für Zukunft. Da wollte ich gern mal hin. Ob das jetzt jemand sehen muss, der noch nicht in Leipzig war, weiß ich nicht. Vielleicht wird das zum neuen Anziehungspunkt. Ansonsten ist es für mich mal schön, wenn ich im UT Connewitz oder Zoro bin. Das sind zwei Orte, die ich sehr mag, sowie das Centraltheater. Aber das hat auch viel mit der Musik zu tun. Ansonsten gibt es im Rosental einen kleinen Aussichtsturm, den Wackelturm.

Typisch Leipzig – Was ist Dir aufgefallen?

Die Leipziger Lerche. Die Stadt und das Grün. Leipzig hat eine grüne Ader, die durch die ganze Stadt fließt. Typisch Leipzig ist auch einfach das Lebensgefühl, das so unkompliziert und leicht ist. Und der schöne Sommer ist typisch Leipzig.

Ist Leipzig ein guter Ort für Kreative?

Um kreativ zu sein, ist es ein sehr guter Ort und das ist auch der Grund, warum ich wieder zurück nach Leipzig gekommen bin, weil ich mir eine Siebdruckwerkstatt in der Größe, wie ich sie jetzt habe, in Berlin nicht hätte leisten könne. Hier sind die Mietverhältnisse einfach viel günstiger. Gerade hier in Leutzsch sind die Mieten sehr günstig.

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Stell Dir vor, Du hättest alle Möglichkeiten der Welt und Du müsstest keine Konsequenzen für Dein Handeln tragen. Was würde dann für Dich das größte Glück bedeuten?

Ich würde wahrscheinlich eine Weltreise machen. Die ersten Stationen wären Schweden und Norwegen. Ich war einmal in Kanada. Das hat mir sehr gut gefallen und in den anderen beiden Ländern war ich noch nicht und würde erstmal da hin. Dann würde ich gern nach Asien. Ich würde auch gern in die Mongolei und dann wahrscheinlich auch noch einmal gern nach Kanada.

Wenn Dich Deine kreative Ader mal im Stich lässt… Wie geht es dann weiter?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich einfach dranbleibe, es automatisch weitergeht. Mich muss nicht unbedingt die Muse küssen. Wenn es gerade einfach nicht geht, dann einfach weitermachen. Ansonsten gehe ich immer raus. Entweder gehe ich spazieren oder rennen, mache Sport.

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Gibt es einen besonders warmen Moment, an den Du Dich erinnern kannst?

Tatsächlich ist es jetzt gerade so, dass ich seit einem Jahr in der Selbstständigkeit bin und im Moment ist alles sehr auf die Arbeit fixiert. Wenn ich dann einfach ein gutes Poster mache und dann ein Freund zu mir sagt: „Ja, das ist echt ein super Poster geworden. Das sieht toll aus!“ Und dann sagt er, dass er leider nicht sagen kann, dass es das beste ist, weil er eigentlich an dem besten mitgearbeitet hat, weil es mein Arbeitskollege ist. Das ist dann schon ein großes Kompliment.

Vervollständige bitte folgende Sätze:

  1. Als ich nach Leutzsch gezogen bin, … bin ich als erstes in Hundescheiße getreten.
  2. Immer wenn ich die Georg-Schwarz-Straße hochradle, … biege ich sofort rechts ab auf die William-Zipperer.
  3. Ich bin dann mit einem Poster fertig, … wenn das nächste ansteht.
  4. In Leipzig … macht das Leben Spaß.
  5. Mein Leben … könnte nicht besser sein.